Dokumentationszentrum

Umfassende technische Handbücher und Anleitungen, die Ihnen helfen, HARSLE-Maschinen zu beherrschen und Ihre Metallbearbeitungseffizienz zu optimieren

Wie nutzt man die ESA S840 Parameterreferenz effektiv?

Die ESA S840 Parameterreferenz ist Ihre zentrale Anlaufstelle, um alle programmierbaren Einstellungen Ihrer HARSLE Abkantpresse zu verstehen. Egal, ob Sie sich über die Funktion der einzelnen Parameter unsicher sind oder eine klare Erklärung der Funktionstasten und Programmierwerte suchen – hier sind Sie richtig. In diesem Artikel finden Sie eine umfassende Referenz zu den Bearbeitungsparametern der ESA S840, inklusive detaillierter Beschreibungen der Funktionstasten, Parameterbedeutungen und Programmiereinstellungen. Am Ende dieses Artikels verfügen Sie über das nötige Wissen, um diese Parameter sicher anzuwenden und Ihre Biegeprozesse zu optimieren.

Erste Schritte mit der ESA S840 Parameterreferenz

Bevor Sie Ihre HARSLE Abkantpresse effektiv programmieren können, müssen Sie alle Felder und Einstellungen der ESA S840 Parameterreferenz verstehen. Diese Referenzanleitung führt Sie durch die Hauptschnittstelle, erklärt jede Parametergruppe und zeigt Ihnen, wie Sie die Einstellungen für optimale Biegeergebnisse anpassen.

Die Hauptschnittstelle der ESA S840-Parameterreferenz zeigt alle verfügbaren Parameter für den aktuellen Biegeschritt an. Spezielle Parameter können entweder direkt auf diesem Bildschirm oder über die umfassende Biegeschnittstelle angezeigt und bearbeitet werden.

ESA S840 Parameterreferenz

So navigieren Sie über die Hauptparameterschnittstelle

Beim ersten Öffnen der ESA S840-Parameterreferenz sehen Sie mehrere wichtige Abschnitte:

  • Informationen zum Biegeschritt (Schrittnummer, Zielwinkel)
  • Achsenpositionen (Y1, Y2, YB, X1, R1)
  • Korrekturwerte
  • Allgemeine Daten (Material, Dicke, Werkzeuge)
  • Arbeitsinformationen (Geschwindigkeit, Kraft, Timing)

Profi-Tipp: Nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit, um sich mit dem Layout vertraut zu machen, bevor Sie Änderungen vornehmen. Das spart Ihnen Zeit, wenn Sie während der Produktion Parameter schnell anpassen müssen.

Konfiguration der Biegeparameter in ESA S840

Der Abschnitt „Biegeparameter“ der ESA S840-Parameterreferenz legt fest, wie jede Biegung ausgeführt wird. Die korrekte Konfiguration ist hier der Schlüssel zu präzisen und wiederholbaren Biegungen.

Schritt 1: Die richtige Biegemethode auswählen

Die ESA S840-Parameterreferenz unterstützt fünf Standardbiegeverfahren. Wählen Sie das für Ihre Anwendung passende Verfahren aus:

BiegemethodeAm besten geeignet für
Freie BiegungUniversell einsetzbar, am häufigsten
StoßenGroße Radien oder mehrstufige Kurven
FlachbiegungDünne Materialien, präzise Winkel
Relative Programmierung von XKomplexe Sequenzen mit relativer Positionierung
Untere BiegungDicke Materialien, hohe Tonnage

Beispiel: Für eine Standard-90°-Biegung in 2 mm Baustahl wählen Sie Freie Biegung. Das System berechnet automatisch die erforderliche Tiefe entlang der Y-Achse.

Schritt 2: Biegewinkel einstellen

Der Winkel Dieser Parameter definiert den erforderlichen Produktwinkel. Gemäß der ESA S840-Parameterreferenz bestimmt dieser Wert, wie tief der Schieber absinkt, um das Blech in die Matrize zu pressen.

So stellen Sie es ein:

  • Navigieren Sie zum Feld „Winkel“.
  • Geben Sie Ihren Zielwinkel ein (z. B. 90°).
  • Drücken Sie [ENTER], um zu bestätigen.

Das System berechnet dann die entsprechende Position auf der Y-Achse.

Schritt 3: X1- und R1-Positionen konfigurieren

Der X1 und R1 Die Parameter steuern die Positionen der Hinteranschläge. In der ESA S840-Parameterreferenz legen diese Werte fest, wo das Material vor jedem Biegevorgang positioniert wird.

Schritt für Schritt:

  1. Suchen Sie das Feld X1.
  2. Geben Sie den Abstand von der Hinteranschlagslinie zur Biegelinie ein.
  3. Wenn Sie eine R-Achse (vertikale Hinteranschlagslehre) haben, stellen Sie auch den Wert R1 ein.

Schritt 4: Zusätzlichen Rückerstattungswert festlegen

Der Zusatzerstattungswert Dies ist der Rückzugsweg der gewählten Achse beim Biegen. Wenn der Schieber die Platte einklemmt, wird die “Fingerrückzugsfunktion” aktiviert, die die Hinteranschlagfinger zurückfährt, um eine Kollision zu verhindern.

Praktischer Tipp: Beginnen Sie mit einem kleinen Rückstellwert (z. B. 5 mm) und erhöhen Sie diesen nur, wenn Sie Störungen feststellen. Ein zu großer Rückstellwert kann die nächste Biegung verstellen.

So geben Sie Blattinformationen und Produktverarbeitungsdaten ein

Die ESA S840 Parameterreferenz enthält wichtige Datenblattinformationen, die sich auf die Produktionsverfolgung auswirken.

Fertige Menge und Anzahl der zu bearbeitenden Personen

  • Fertige Menge: Erhöht sich automatisch, sobald Teile fertiggestellt sind
  • Zu verarbeitende Nummer: Geben Sie die Gesamtzahl der für den Auftrag benötigten Teile ein.

Warum das wichtig ist: Das System kann nach Erreichen der Zielmenge automatisch stoppen, um eine Überproduktion zu verhindern.

Messmethode

Wählen Sie aus drei Optionen in der ESA S840 Parameterreferenz:

  • Äußere Abmessungen: Misst die Außenabmessung des Teils
  • Innenmaße: Misst die Innenabmessung
  • Neutrale Schicht: Maßnahmen basierend auf der neutralen Biegeachse

Wann welches Werkzeug verwenden? Für die meisten Standardteile ist eine äußere Größenmessung ausreichend. Verwenden Sie eine neutrale Schicht für federempfindliche Materialien.

Ausgeklappte Länge

Dies ist die tatsächliche erforderliche Länge des Produkts vor dem Biegen. Die ESA-S840-Parameterreferenz verwendet diesen Wert, um zu überprüfen, ob Ihre Zuschnittgröße den Programmanforderungen entspricht.

Wie man die Grunddaten für das Biegen einstellt

Der Abschnitt mit den Basisdaten ist von entscheidender Bedeutung. Falsche Werte hier wirken sich auf jede Kurve Ihres Programms aus.

Schritt 1: Plattenbreite und -dicke eingeben

  • Plattenbreite: Die Breite des Blechs entlang der Z-Achse
  • Plattendicke: Die Materialdicke

Häufiger Fehler: Vergessen, die Materialstärke beim Materialwechsel zu aktualisieren. Überprüfen Sie daher immer beide Werte, bevor Sie einen neuen Auftrag starten.

Schritt 2: Materialart auswählen

Wählen Sie innerhalb der ESA S840-Parameterreferenz das richtige Material aus der Liste (z. B. Edelstahl, Baustahl, Aluminium). Unterschiedliche Materialien weisen unterschiedliche Rückfederungseigenschaften auf.

Schritt 3: Stanzen und Matrizen auswählen

So wählen Sie einen Stempel aus:

  1. Klicken Sie auf das Feld „Stempeln“.
  2. Klicken Sie auf “Werkzeugauswahl ändern”.”
  3. Durchsuchen Sie die Mängelliste und wählen Sie das gewünschte Werkzeug aus.
  4. Zur visuellen Bestätigung ist rechts ein schematisches Diagramm abgebildet.

Um einen Würfel auszuwählen:

  1. Klicken Sie auf das Würfelfeld
  2. Klicken Sie auf “Werkzeugauswahl ändern”.”
  3. Wählen Sie den passenden Würfel aus.
  4. Überprüfen Sie den Schaltplan.

Schritt 4: Schlitznummer und Werkzeugposition auswählen

  • Slotnummer: Wenn Ihr Würfel mehrere V-Nuten hat, wählen Sie die richtige aus.
  • Werkzeugposition: Wählen Sie die Station an der Maschine aus, die das Werkzeug aufnimmt (für die Z-Achsen-Positionierung).

Profi-Tipp: Prüfen Sie stets, ob die Werkzeugpositionsnummer mit der tatsächlichen physischen Station übereinstimmt, an der Ihr Werkzeug installiert ist.

So passen Sie die Arbeitsinformationsparameter an

Der Abschnitt „Arbeitsinformationen“ der ESA S840-Parameterreferenz steuert Maschinenbewegung und Timing.

  • Oberer Totpunkt (OT)

Die Öffnungshöhe des Schiebers. Stellen Sie diese so ein, dass ausreichend Platz zum Be- und Entladen der Teile vorhanden ist.

2. Korrekturen des Verschiebungs- und Klemmpunkts

  • Verschiebungspunktkorrektur: Passt sich an, wenn der Schieberegler von schneller Annäherung auf langsame Biegegeschwindigkeit wechselt.
  • Korrektur des Klemmpunkts: Passt sich an, sobald der Schieber das Material berührt.

Anleitung: Ein positiver Wert hebt den Punkt an, ein negativer senkt ihn. Nur kleine Anpassungen sind möglich – typischerweise ±1–2 mm.

3. Biegekraft

Das System berechnet die erforderliche Kraft automatisch anhand von Material, Dicke und Werkzeug. In den meisten Fällen können Sie die berechneten Werte beibehalten.

4. Haltezeit und Verzögerung bei Stufenänderungen

  • Haltezeit: Wie lange der Stößel am unteren Ende des Hubs verbleibt (trägt zur Reduzierung des Rückfederns bei)
  • Verzögerung bei Stufenänderungen: Wartezeit vor der nächsten Kurve

Empfohlene Startwerte: Haltezeit = 0,3-0,5 Sekunden; Verzögerung bei Schrittänderungen = 0 Sekunden, es sei denn, Sie benötigen zusätzliche Zeit für die Neupositionierung.

5. Biegegeschwindigkeit und langsamer Anstieg

  • Biegegeschwindigkeit: Wird durch die Achsenparameter bestimmt; anpassen, wenn eine schnellere oder langsamere Biegung erforderlich ist.
  • Langsamer Anstieg: Die Geschwindigkeit, mit der der Stößel nach dem Biegen zurückkehrt – für empfindliche Teile einen niedrigen Wert verwenden.

6. Wiederholung/Richtung und Radius

  • Wiederholung/Richtung: Anzahl der Biegezyklen und Richtung (für den Grafikmodus)
  • Radius: Biegeradius des Produkts. Eine Änderung dieses Wertes beeinflusst die Abwickellänge. Passen Sie ihn daher an, wenn Ihre Werkzeuge einen anderen Radius aufweisen.

7. Hilfsfunktion: Wenn die Hilfsfunktion aktiviert wird, wird das entsprechende Bit auf 1 gesetzt.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Worin besteht der Unterschied zwischen freier Biegung und Bodenbiegung in der ESA S840 Parameterreferenz?

Im ESA-S840-Parameterreferenzverfahren senkt das freie Biegen den Stempel auf eine berechnete Tiefe ab, um den eingestellten Winkel zu erreichen. Die Position auf der Y-Achse wird dabei automatisch vom System bestimmt. Beim Bodenbiegen wird die Platte vollständig zwischen Stempel und Matrize gepresst, wobei der Matrizenboden auf die gewünschte Position auf der Y-Achse eingestellt wird. Freies Biegen ist für allgemeine Anwendungen üblicher, während Bodenbiegen für dickere Materialien oder bei höherem Pressdruck eingesetzt wird.

Warum ändert sich meine ausgeklappte Länge, wenn ich den Radius anpasse?

Innerhalb der ESA S840 Parameterreferenz, Der Radius beeinflusst direkt die Berechnung der abgewickelten Länge. Ein größerer Radius erfordert mehr Material für die gleiche Biegung, wodurch sich die abgewickelte Länge erhöht. Achten Sie stets darauf, dass der Radius den Anforderungen des Werkzeugs und des Bauteils entspricht, um die Maßgenauigkeit zu gewährleisten.

Abschluss

Die Beherrschung der ESA S840-Parameterreferenz ist unerlässlich für präzise und wiederholbare Biegungen an Ihrer HARSLE-Abkantpresse. Indem Sie verstehen, wie Sie Biegemethoden einstellen, Winkel und Positionen konfigurieren, korrekte Blechinformationen eingeben, die passenden Werkzeuge auswählen und die Werkstückparameter anpassen, optimieren Sie jeden Biegevorgang hinsichtlich Qualität und Effizienz. Überprüfen Sie vor Beginn die Materialstärke und die Werkzeugauswahl, verwenden Sie die korrekte Messmethode und nehmen Sie bei der Feinabstimmung von Verschiebungs- oder Spannpunkten kleine Anpassungen vor.

Für detailliertere Unterstützung zum ESA S840 Bei Fragen zu Parametern oder anderen Aspekten Ihrer HARSLE-Abkantpresse wenden Sie sich bitte an unser technisches Support-Team. Wir helfen Ihnen gerne, das volle Potenzial Ihrer Anlage auszuschöpfen und einen reibungslosen Produktionsablauf zu gewährleisten.

Was sind deine Gefühle
Aktualisiert am 3. April 2026